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Zwei Jahre nach dem Euromajdan: Hybrider Krieg, ökonomischer Niedergang und politische Krise in der Ukraine

14. März 2016 um 19:00

Im Gespräch: Andreas Umland (Kiew) und Gerhard Simon (Köln).

Zwei Jahre nach dem erfolgreichen Aufbruch der Bürger auf dem Majdan in Kiew ist die Bilanz gemischt: Die Integration nach Westen ist ein gutes Stück vorangekommen. Die Aggression Russlands im Osten des Landes wurde durch den Aufbau einer Armee zwar abgewehrt, aber es wird fast täglich geschossen. Ukrainische Soldaten werden weiterhin getötet und verwundet. Gleichzeitig bleiben die Reformen im Inneren hinter den Erwartungen zurück, in der Korruptionsbekämpfung gibt es nur geringe Erfolge, die Justiz boykottiert Prozesse. Mitte Februar zerfiel die Regierungskoalition, ein Misstrauensvotum gegen die Ministerpräsidenten scheiterte allerdings. Die Empörung über die politische Klasse wächst, die innenpolitische Temperatur steigt. Die Autorität von Präsident Poroschenko schwindet. Wie wird es weitergehen? Eine der möglichen Optionen sind Neuwahlen. Werden sie mehr Stabilität bringen? Die westlichen Partner, auf die das Land wirtschaftlich und politisch angewiesen ist, fordern eine handlungsfähige Regierung in Kiew. Westliche Investitionen, die Wirtschaftswachstum bringen könnten, werden sowohl durch den hybriden Krieg Moskaus, als auch durch die Reformverschleppung und politischen Streit in Kiew behindert. Überfordert der Westen die Ukraine mit seinen Erwartungen, was die Implementierung des Minsker Abkommens und Reformfortschritte betrifft? Andererseits: Nur fortgesetzter Druck der westlichen Partner und der ukrainischen Zivilgesellschaft verspricht Fortschritte im Kampf gegen Oligarchenherrschaft und die damit verbundene Korruption.

Dr. Dr. Andreas Umland ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Euro-Atlantische Kooperation in Kiew und Herausgeber der Buchreihe Soviet and Post- Soviet Politics and Society beim ibidem-Verlag Stuttgart.

Prof. Dr. Gerhard Simon ist außerplanmäßiger Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität zu Köln und Mitglied des Lew Kopelew Forums.

UKB: € 5,- /  € 2,5 LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Veranstaltungsart:

Zeit

14. März 2016 , 19:00

Veranstaltungsort

Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a
Köln, 50667 Deutschland
Webseite:
www.kopelew-forum.de

Veranstalter

Lew Kopolew Forum
Telefon:
+49 221 257 67 67
Webseite:
www.kopelew-forum.de