Thema: Geschichte

Ausschreibung der Geschichtswerkstatt Europa

Das Programm der Stiftung ‚Erinnerung, Verantwortung und Zukunft‘ fördert im Jahr 2012 internationale Projekte, die sich mit Krieg, Nachkrieg, Kalter Krieg – Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg im Zeichen des Neuanfangs (1945 bis 1960) auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht das Nachwirken des Zweiten Weltkrieges in den europäischen Gesellschaften in den ersten 15 Jahren nach Kriegsende. Wie wurde im Zeichen des gesellschaftlich intendierten Neubeginns mit den noch gegenwärtigen individuellen Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg umgegangen? Die Projekte sollen auf einem von drei Themenfeldern angesiedelt sein, auf denen unterschiedlichen Praktiken im Denken bzw. Nicht-Denken an die Vergangenheit in der Nachkriegszeit besonders deutlich werden: Rückkehr, Transfer und Geschichtspolitik.

Projektergebnisse: Multikulturelle Erinnerung und Beständigkeit der Spuren. Czernowitz in der Bukowina

Das Projekt „Multikulturelle Erinnerung und Beständigkeit der Spuren. Czernowitz in der Bukovina“ des Programms „Geschichtswerkstatt Europa“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ veröffentlicht seine Projektergebnisse:

Die Erinnerung kann als ein am meisten subjektiviertes Element der Kultur anerkannt werden. Die den Entstellungen ausgesetzte Erinnerung wird jedoch den übergeordneten Anforderungen der Kohärenz und Kontinuierlichkeit der Erzählung untergeordnet. Deswegen ist die Erinnerung eines Menschen, der seine Erfahrungen zugrunde liegen, jeweils eine unwiederholbare Konstruktion. Ähnlicherweise sind die materiellen Spuren der Vergangenheit und Gedenkstätten verschiedenen subjektivierten Interpretationen ausgesetzt. Das Projekt  Multikulturelle Erinnerung und Beständigkeit der Spuren. Czernowitz in der Bukovina  hat zum Ziel, „das Phänomen der Erinnerung“ in der ukrainischen Bukowina zu erfassen, mit besonderer Berücksichtigung von Czernowitz– der Regionhauptstadt – indem einzelne Erinnerungsschichten zum Thema Kampf um die Integrität und die Identität der Religionsgemeinschaften (der Griechisch-Katholischen, Armenier, Orthodoxen, Protestanten, Juden) angesichts der sich ändernden Grenzen, Staatskörpern und dem II. Weltkrieg rekonstruiert werden. Diese Änderungen haben nicht nur den Status und die Existenz konkreter Konfessionsgruppen beeinflusst – indem die oft symbolischen Kontaktmöglichkeiten zwischen den Ortschaften größer oder kleiner werden – sondern auch – die Erzählungen geschafft, die – dem Integritätsprinzip untergeordnet – verschiedene Gesichtspunkte auf dieselbe Wirklichkeit sind. Die Vergangenheit findet ihre Widerspiegelung in den architektonischen Umbauten und im Stadtraum, der mit den Denkmälern und Andenken den Status eines Zeugnisses gewinnen.

 

New journal 'Holodomor Studies'

HOLODOMOR STUDIES – NEW JOURNAL DEVOTED
TO THE ANALYSIS OF THE UKRAINIAN GENOCIDE

Charles Schlacks, Publisher, Idyllwild, CA
Action Ukraine Report (AUR), Wash, D.C., Sat, Apr 18, 2009

IDYLLWILD, CA – The first issue of the semi-annual „HOLODOMOR
STUDIES“ journal has just been published. This unique journal is the
first and the only periodical of its kind devoted completely to the
analysis of the Ukrainian genocide in all its aspects.