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Termine

Zwischen Europa und etwas anderem – Poesie aus der Ukraine I

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Wann:
08.12.2008 20.00 h
Kategorie:
Kultur
Veranstaltungsort:
Literaturwerkstatt Berlin   -   Website
Adresse:
Knaackstr. 97
Land: de 10435 Berlin
Beschreibung:
Verkehrsverbindung:
U2 Eberswalder Straße
Tram 12/M1/M10 Eberswalder Straße

Lesung und Gespräch mit Halyna Kruk (Lwiw) und Andrij Ljubka (Uschhorod)
Moderation Juri Andruchowytsch (Iwano-Frankiwsk)

Eintritt 5/3 EUR

Europas flächenmäßig zweitgrößtes Land gehört zu den in Deutschland am wenigsten bekannten. Sympathien gewann es mit der Orangenen Revolution, fremd bleibt es dennoch. Das gilt auch für die Literatur und die Poesie, wenig wird übersetzt, noch weniger liegt in den Buchhandlungen vor.
Entlang der gesellschaftlichen Bruchstellen haben sich in der Ukraine in den letzten Jahren vier literarische Zentren gebildet, in denen Dichtung entsteht, die ästhetisch auf ganz unterschiedliche Traditionslinien verweist und inhaltlich verschiedenste Themen verhandelt – auf ukrainisch wie auf russisch wird das Leben zwischen Karpaten, Krim und Donezplatte beschrieben. Alle eingeladenen Schriftsteller sind nicht „nur“ Lyriker im klassischen Sinne, sie arbeiten mit anderen Medien, pendeln zwischen klassischer Poesie und Slam Poetry und arbeiten mit anderen Autoren und Künstlern zusammen: So entsteht spannende Poesie, eine poetische Topografie, die den jungen Staat von West nach Ost und Nord nach Süd durchmisst.
An insgesamt vier Abenden – je zwei im Dezember und Januar – kann nun die junge Literaturszene der Ukraine entdeckt werden. Alle Veranstaltungen werden von Juri Andruchowytsch moderiert, der schon vor seinem Essayband „Das letzte Territorium“ (2003) als quasi kultureller Botschafter der Ukraine in ganz Europa galt. Zuletzt erschien von ihm „Geheimnis“ (2008, beide Suhrkamp Verlag).

Halyna Kruk (*1974), Professorin für Literaturwissenschaft an der Universität Lwiw, veröffentlichte neben drei Lyrikbänden auch Kindergeschichten. Für sie ist Literatur der letzte Ausweg, nur wenn es keine andere Möglichkeit gibt, einen Konflikt aufzulösen, beginnt sie zu schreiben. Und was sie schrieb, wurde mehrfach ausgezeichnet und in 15 Sprachen übersetzt. Andrij Ljubka (*1987) ist Journalist, Übersetzer und studiert Philologie an der Universität Uschhorod. Seine stakkatoartige Lyrik versucht, mit Repetitionen von Worten Alltägliches zu beschreiben, weist aber gleichzeitig, mittels Klang und Rhythmus, weit über schlichte Erlebnislyrik hinaus.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland.

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