Newsletter der Deutschen Beratergruppe


Newsletter der Deutschen Beratergruppe
Die 6. Ausgabe des Newsletter der Deutschen Beratergruppe zum Thema "Ukrainische Handelspolitik in Zeiten der internationalen Finanzkrise" ist erschienen.Â
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Kurze Zusammenfassung des Inhalts:Â
Mit der Ankunft der internationalen Finanzkrise in die Ukraine im September 2008 wurde schnell klar, dass das hohe LeistungsbilanzÂdefizit möglichst rasch abgebaut werden muss. Um dieses Ziel zu erreichen wurde u.a. der Wechselkurs flexibilisiert. Die damit verbundene Abwertung hat die Importe verÂteuert und die Wettbewerbsfähigkeit ukrainiÂscher Firmen erhöht. Als Folge ist das LeistungsÂbilanzÂdefizit in den letzten Monaten deutlich zurückÂgegangen: Die makroökonomische Medizin ist bitter, sie wirkt aber.
Angesichts der eingeleiteten Anpassung sind protektionistische Maßnahmen nicht erforderlich. Unbeachtet dessen hat das Parlament ein Gesetz mit einer Anhebung der Importzölle um 13 ProzentÂpunkte beschlossen, welches nun vom Präsidenten unterschrieben wurde. Damit hat die Ukraine, ein traditionell offenes Land mit niedrigen Importzöllen, einen protektionistischen Kurs eingeschlagen, von welchem nur Partikularinteressen, nicht aber das Land als ganzes profitieren wird. Das Gesetz steht im Widerspruch zu WTO-Bestimmungen und zum IWF-Abkommen, eine Tatsache, die sich negativ auf die internationale Reputation der Ukraine als zuverÂlässiger HandelsÂpartner auswirken könnte.
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