Intergenerative Geschichtswerkstatt DE-PL-UA

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Intergenerative Geschichtswerkstatt DE-PL-UA

Einladung zur Teilnahme an der

Intergenerativen deutsch-polnisch-ukrainischen Geschichtswerkstatt
anlässlich des 70. Jahrestages Überfall auf Polen am 1.9.1939 und
des 20. Jahrestages Umbruch 1989.

Der Zweite Weltkrieg im individuellen und kollektiven Gedächtnis
Deutschlands, Polens und der Ukraine. Erinnerungsmuster ¯ und
Diskurse sowie deren Interpretation vor und nach 1989 .


vom  07.-12.  Oktober 2009

in der IJBS Oswiecim/Auschwitz in Kooperation mit Aktion
Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und dem All-Ukrainian Center for
Holocaust studies/Dnepropetrovsk


Zielgruppe:

·         Je 1 TeilnehmerIn der Generationen: 1920-45, 1945-60  und 4
TeilnehmerInnen der Generationen 1975-1990 aus Deutschland

·         Je 1  TeilnehmerIn der Generationen: 1920-45, 1945-60 und 4
TeilnehmerInnen der Generationen 1975-1990 aus Polen ·         Je 1
TeilnehmerIn der Generationen: 1920-45, 1945-60 und 4 TeilnehmerInnen
der Generationen 1975-1990 aus der Ukraine


Projektbeschreibung

Die TeilnehmerInnen aus Polen, Deutschland und der Ukraine setzen
sich im Rahmen der Geschichtswerkstatt  anlässlich des 70.
Jahrestages Überfall auf Polen am 1.9.1939 und des 20. Jahrestages
"Umbruch 1989" mit nationalen kollektiven und individuellen
Interpretationsmustern von Geschichte auseinander.

Im Mittelpunkt steht die Wahrnehmung und Erfahrung der einzelnen
TeilnehmerInnen in Bezug auf die Bedeutung einzelner Zäsuren in der
Geschichte für das kollektive Gedächtnis ihres Heimatlandes, aber
auch wie diese bis heute die eigene individuelle und
Familienbiographie beeinflussen. Schwerpunkte bilden die Fragen nach
der Bedeutung von Auschwitz in den kollektiven und individuellen
Gedächtnissen der jeweiligen Länder, sowie nationale Perspektiven auf
den 2. Weltkrieg, wobei die kollektive Erinnerung versus der
individuellen Erinnerung analysiert werden soll. Im internationalen
und intergenerativen Team wollen wir ebenso der Frage nachgehen,
welche individuellen Erfahrungen, vielleicht auch
Verfolgungserfahrungen in Bezug auf die Zäsuren 1939 und 1989 gemacht
wurden. Den Abschluss bildet die Diskussion um die Frage: „Welche
Bedeutung haben in meinem Leben das Jahr 1989 und Europa“?

Projektziele

Ziel des Seminars ist es, den TeilnehmerInnen die Möglichkeit zu
geben, sich mit der Geschichte und Geschichtstradierung ihrer drei
Länder in Bezug auf Auschwitz und den 2. Weltkrieg
auseinanderzusetzen und miteinander zu konfrontieren. Das Seminar
findet bewusst in der drei Länder Konstellation statt, um die
unterschiedlichen Interpretationsmuster verschiedener geschichtlicher
Ereignisse miteinander zu vergleichen und mit Hilfe unterschiedlicher
Sozialisationen, Kulturen, Traditionen, Geschichtsschreibungen und
mündlichen Überlieferungen aus dem Kreise der Familie
nachzuvollziehen und kennenzulernen.

Zudem soll das Seminar nicht nur einen Perspektivenwechsel auf die
„Geschichten“ der jeweiligen Länder der TeilnehmerInnen, sondern auch
einen generationsübergreifenden Perspektivenwechsel, der die Empathie
nicht nur zwischen verschiedenen Nationen, sondern auch zwischen den
Generationen bewirkt, ermöglichen. Letztendlich fördert das Seminar
auch das Bewusstmachen welche Auswirkungen die Weltgeschichte und vor
allem die Zäsuren 1939 sowie 1989 auf die eigene Familiengeschichte
haben. Ziel ist es, widersprüchliche und schwierige Interpretationen
von historischen Ereignissen zu diskutieren, ohne sie aber als
unüberwindbares Hindernis für partnerschaftliches und demokratisches
Handeln zu interpretieren.

Arbeitsmethoden

Zu Beginn des Seminars besichtigen die Teilnehmenden gemeinsam das
ehemalige Konzentrationslager Auschwitz I und das ehemalige
Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, im Anschluss erfolgt eine
Auswertung des Besuches und die Einordnung der Bedeutung und Symbolik
von Auschwitz in den jeweiligen Ländern und der eigenen Biographie.

Im weiteren Programmverlauf werden in nationalen sowie
internationalen und generationsübergreifenden Kleingruppen mit Hilfe
verschiedener Methoden wie biographischen Leitfaden-Interviews,
künstlerisches kreatives Arbeiten mit Plakaten, Photographie und
biographisches Arbeiten die oben genannten  Schwerpunktthemen
erarbeitet. Des Weiteren wird mit der Methode der Selbstführung die
Stadt Oswiecim erkundet. Jeweils am Ende eines jeden Themenblockes,
der mit jeweils unterschiedlichen Methoden erarbeitet wird,
präsentieren die Kleingruppen ihre Ergebnisse im Plenum. Am Ende des
Tages werden diese dann für die Broschüre ausgearbeitet und
zusammengetragen.

Projektergebnisse

Als Ergebnis der Geschichtswerkstatt  wird  das Projekt  in Form
einer Publikation präsentiert, die gemeinsam von den TeilnehmerInnen
erarbeitet wird. Die TeilnehmerInnen stellen zu den jeweiligen
Schwerpunktthemen Texte und verschriftlichte  Interviewausschnitte
sowie Photographien (auf dem Seminar entstandene sowie evtl. aus dem
Familienarchiv) zusammen.


Teilnahmevoraussetzungen

1.. Interesse an der Geschichte des 2. Weltkriegs und seine
Auswirkungen auf die Ausformung kollektiver und individueller
Gedächtnisse der Länder Europas. 2.. Interesse an internationaler
Gruppenarbeit und intergenerativem Austausch 3.. Spaß  am
Ausprobieren neuer Workshop-Methoden 4.. Spaß am Schreiben von
journalistischen Texten 5.. Alter: zwischen 19 und 89 Jahren (pro
Land 4 Jugendliche/junge Erwachsene und 2 Erwachsene) 6..
Teilnahmebeitrag: 200PLN für TeilnehmerInnen aus Polen, 120 € für
TeilnehmerInnen aus Deutschland. Rückerstattung der Reisekosten für
Teilnehmende aus Deutschland gemäß der Raten des Dt.-Pol.
Jugendwerks. Das Seminar wird konsekutiv uebersetzt!

Anmeldung und Info: Anna Meier:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Leitungsteam: Anna Meier: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (stellv. Leiterin der Päd.
Abteilung, IJBS Oswiecim)

Anshela Beljak: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (Länderreferentin ASF für  Belarus
und der Ukraine)

Irina Medvedeva, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .(Leiterin der
Bildungsabteilung/All-Ukrainian Center  for Holocaust
studies/Dnepropetrovsk)

Der Zweite Weltkrieg im individuellen und kollektiven Gedächtnis
Deutschlands, Polens und der Ukraine. Erinnerungsmuster ¯ und
Diskurse sowie deren Interpretation vor und nach 1989 Intergenerative
deutsch-polnisch-ukrainische Geschichtswerkstatt anlässlich des 70.
Jahrestages "Überfall auf Polen 1.9.1939" und des 20. Jahrestages
"Umbruch 1989".


PROGRAMM

 7.10. - 12.10.2009

Mittwoch, 7.10.2009

Ankunft bis 13.00

13.00

Nachmittag:  Kennenlernrunde in Pärchen (Interviews), Einführung in
die Arbeit und die Geschichte von ASF und der IJBS Oswiecim,
Programmbesprechung


Donnerstag, 8.10.2009

8.30     Frühstück

9.30     Abfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz I

10.00   Führungen in einer Gruppe (Führung auf deutsch mit
Übersetzungen ins polnische und

 ukrainische) durch das ehem. Stammlager

bis 13.30

14.00   Mittagessen

15.00   "Welche Bedeutung hat Auschwitz in den kollektiven und
individuellen Gedächtnissen der jeweiligen Länder?" (Workshop in
Kleingruppen)

17.30   Plenum: Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion

19.00   Abendessen

20.00   Schreibwerkstatt: Ausarbeitungsgruppen (3 Texte des Tages)


Freitag, 9.10.2009

8.30     Frühstück

10.00   Der 2.Weltkrieg in meinem Gedächtnis und in dem meines
Landes I

Kollektive Erinnerung und individuelle Erinnerung.

3 Überlebende berichten aus ihrem Leben.

13.30   Mittagessen

14.30   „Meine Familienbiographie“ (Workshop in Kleingruppen )

            Austausch im Plenum

16.00   Austausch der Perspektiven im Plenum

19.00   Abendbrot

20.00   Schreibwerkstatt: (3 Texte des Tages)

Samstag, 10.10.2009

8.30     Frühstück

9.30    Der 2.Weltkrieg in meinem (Familien)-gedächtnis und in dem
meines Landes II

13.30   Mittagessen

15.00   Stadtführung in internationalen Gruppen (dreisprachig),
Selbstführung

18.30   Abendessen

19.30   Schreibwerkstatt: Ausarbeitungsgruppen (3 Texte des Tages)

21.00   deutsch-polnisch-ukrainischer Abend (organisiert von den TN,
Programm+landestypische Snacks

Sonntag, 11.10.2009

8.30     Frühstück

10.00   1939 ¯ 1989: was wollen wir unseren Kindern weitergeben?

            (Workshop in Kleingruppen)

12.00   Austausch im Plenum

13.00   Mittagessen

14.00   Ausarbeitung der Broschüre

18.30    Abendbrot

19.30   Auswertungsrunde


Montag, 12.10.09

8.30     Frühstück

 Abreise


Herzliche Gruesse

Anna Meier

Zastepca Kierownika Dzialu Programowego
Stellvertretende Leiterin der Programmabteilung
Deputy Head of Programme Department

Miedzynarodowy Dom Spotkan Mlodziezy
Internationale Jugendbegegnungsstaette Oswiecim
 International Youth Meeting Center in Oswiecim/Auschwitz

ul. Legionów 11
32-600 Oswiecim
www.mdsm.pl
tel.: 0048 33 843 23 77
fax: 0048 33 843 3980