Konferenz ukrainische Nationsbildung, Uni Wien 1.-3.10.2009
Konferenz ukrainische Nationsbildung, Uni Wien 1.-3.10.2009
Internationale Konferenz: Prozesse ukrainischer Nationsbildung, 1.-3. Oktober 2009 im Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte
Die Ukraine ist seit 1991 ein unabhängiger Staat, doch spielt das nach Russland flächenmäßig größte Land Europas im Bewusstsein der Öffentlichkeit noch immer eine Schattenrolle. Das liegt zum Teil an den Diskontinuitäten und der Verspätung der ukrainischen Nationswerdung.
Prozesse ukrainischer Nationsbildung ist eine von Andreas Kappeler geleitete internationale wissenschaftliche Tagung, die vom 1. bis 3. Oktober am Institut für Osteuropäische Geschichte stattfindet. 34 ForscherInnen aus den Fächern Geschichte, Literatur-, Sprach- und Politikwissenschaft aus der Ukraine, Russland, den USA, Kanada, Deutschland und Österreich gehen der Frage nach, wann, wo und unter welchen Bedingungen im 19. und 20. Jahrhundert eine ukrainische Nation konstruiert wurde. Welchen Anteil hatten die Faktoren Sprache, Literatur, Geschichte, Religion und Territorium? Wie interagierte die ukrainische Nationsbildung mit der russischen, polnischen und jüdischen? Welche Rolle spielten die Ukrainer Galiziens und der Bukowina? Welche Bedeutung hatten die beiden Weltkriege, die Sowjetherrschaft und die Erlangung der Unabhängigkeit? Wie gefestigt ist die ukrainische Nation heute?
Die von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Tagung zieht eine Bilanz der Forschung und zeigt neue Perspektiven auf. Sie steht im Rahmen eines Ukraine-Schwerpunkts an der Universität Wien, zu dem u.a. das vom FWF geförderte Doktoratskolleg "Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe" zu rechnen ist.





