Debalzewe fast unter Kontrolle der Separatisten – Appelle auf Waffenruhe

Trotz der vereinbarten Waffenruhe wird im Donbass weiter gekämpft. Der Abzug schwerer Artillerie ist Wunschdenken. Beide Seiten beschudigen sich gegenseitig, den Beschuss fortzusetzen. Separatisten haben in einer Nachrichtensendung (ZDF, Heute-Journal vom 17.2.2015) darauf hingewiesen, dass Debalzewe ihnen gehöre und dass man deswegen darum kämpfen werde. Insbesondere der Bahnhof ist umkämpft. Ergänzend dazu hat einer der Verantwortlichen auf Seiten der Separatisten, Denys Puschylin, darauf verwiesen, man sei „moralisch“ dazu verpflichtet, den Ort zu erobern.Dieser gehöre zum „inneren Territorium“. Mittlerweile ist die Lage der ukrainischen Armee in Debalzewe immer schwieriger, es werden Verhandlungen der Kriegsparteien geführt. Separatisten und Vertreter Russlands blockiere OSZE-Beobachtern den Weg in die Stadt.
Auf ukrainischer Seite haben Armee wie Freiwilligenbattaillone bekräftigt, sich erst dann von ihren Positionen im Gebiet Donezk zurück zu ziehen, wenn die Gegenseite dies auch tue. Laut eigenen Angaben haben die Separatiste in Luhansk damit begonnen, schweres Militärgerät abzuziehenn.
Nach einem Telefonat der Präsidenten Poroschenko, Putin, Hollande sowie Bundeskanzlerin Merkel hat man erneut an alle appelliert, die vereinbarte Waffenruhe herzustellen. Auch hat man sich vehement für den Einsatz der OSZE an Ort und Stelle, speziell in Debalzewe, ausgesprochen. Dies ist jedoch Wunschdenken.
Nach Angaben aus Regierungskreisen in Kiew hat der Krieg im Donbass das ökonomische Potenzial der Ukraine um 20% gesenkt.

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