Brief aus Donezk

Anna Chrypunkowa: Die Donezker, ein verlorenes Geschlecht

Ein Brief aus Donezk, den Antje Rempe, stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Charkiw-Nürnberg, übersetzt und dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat (in deutscher und russischer Sprache):

Es ist uns peinlich, dass wir, die Donezker, für Euch erneut eine unerträgliche Last sind. Es scheint so, als ob man sich von uns nicht abwenden kann, weil die Anständigkeit es nicht erlaubt, aber mit uns zu leben ist schwer. Wir werden wirklich noch lange ein ernstes Problem sein. Aber wisst Ihr, wir sind endlich bereit, sie zusammen mit Euch zu lösen.

„Die Donezker sollen keine Unruhe erzeugen“

Das sagt ihr uns, wenn wir Donezker bei Euch eine Wohnung mieten möchten. Ihr vermietet uns nicht gern eine Wohnung. Ihr seid auch nicht erfreut, uns Arbeit zu geben, und einige Bewerbungen lest ihr schon gar nicht weiter nach der Zeile: „Wohnort“ oder „Arbeitserfahrung“. Es gefällt Euch nicht, wenn unsere Autos in Euren Höfen stehen, wir können schlecht parken, und allgemein ist mit uns alles verkehrt. Manchmal schreit ihr uns sogar an.

Wir nehmen das aber nicht übel. Wir erraten, dass ihr uns den Krieg übel nehmt, an dem, so scheint es euch, vor allem wir schuld sind. Es tut uns weh, das zu hören, aber wir begeben uns selten in einen Disput. Erstens, weil wir den Krieg nicht herbeigeführt haben und sogar versucht haben, ihn zu vertreiben, wobei wir die eigene Gesundheit und sogar manchmal das Leben riskiert haben. Und zweitens, weil wir uns einen solchen Luxus nicht erlauben können – zu streiten. Wenn wir schreien würden, riskieren wir die Reste von uns selbst zu verlieren und endgültig zusammenzubrechen.

Wir sind Donezker, und wir sind wirklich sehr seltsam. Ihr werdet es kaum glauben, aber wir sind tatsächlich jetzt mehr wie Puppen als wie Menschen. Wir haben das Wertvollste verloren, was wir hatten, und deshalb erkennen wir uns in unserem Spiegelbild nur mit Mühe selbst. Wir haben kein Zuhause. Kein Zuhause mehr. Als uns das bewusst wurde, ist in uns etwas zerbrochen, und davon ähneln wir jetzt häufig wandelnden Missverständnissen. Irgendwo haben wir etwas nicht richtig gehört, irgendwo nicht richtig verstanden, gingen nicht in die richtige Richtung, fanden nicht die richtige Straße. Wir werden oft krank und belagern eure Krankenhäuser mit unseren Beschwerden. Und ihr behandelt uns dort, aber wir werden nicht gesund, die Medikamente schlagen nicht an, unsere Brüche verheilen langsam, und der Husten geht durch nichts weg. Es ist schwer mit uns, aber wir wissen selber nicht, was wir jetzt tun sollen. Wir sind seltsam, weil wir Verlorene sind. In der Geschichte gab es schon verlorene Generationen, das sind wir aber nicht.

Wir sind schlimmer — wir sind ein verlorenes Geschlecht

Nein, viele von uns haben schon neue Häuser, viele haben auch ihr Eigentum behalten…Wenn Ihr gesehen hättet, wie wir über den alten Jacken und Hosen geschluchzt haben, die in verbeulten Paketen ankamen. In unserem vergangenen Leben hätten wir die Nase gerümpft und gesagt, dass wir länger als eine Saison eine Winterjacke nicht tragen würden, und in unserem neuen Leben packen wir sie aus mit zitternden Händen und tauchen plötzlich unsere Gesichter in die Falten ein. Unsere Sachen riechen heimisch. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das bedeutet — der Duft einer Vergangenheit, die es nicht mehr gibt.

Sogar diejenigen, bei denen alles am neuen Ort sich gut gefügt hat, verfügen nicht über das Wesentliche — das Fundament. Man hat uns mit der Wurzel aus der alten Erde herausgerissen und vergessen umzupflanzen. Wir sind wie Blumen zum Verkauf — gekappte Stiele mit einigen Wurzelfasern, an die man einen Erdklumpen geklebt hat. Man stellt sie üblicherweise in eine Plastiktasche mit Wasser und lässt sie so in Erwartung eines neuen Besitzers. So hat man uns in sterilen Plastiktüten auf den Tresen zum Verkauf gestellt. Nur wird uns niemand kaufen. Wir blühen schlecht und werden uns nirgends eingewöhnen. Nein, wir lieben eure Kiews, euer Dnepropetrowsk und euer Lemberg. Wir vergöttern sie. Wir erfreuen uns an ihrer Schönheit. Wir sind dankbar für die Gastfreundschaft und dass ihr Euch kümmert. Aber die Reste unserer früheren Erde, die an unseren Seelen kleben, machen es uns unmöglich, am neuen Ort glücklich zu werden. Das verärgert viele, ihr sagt uns, „Nehmt euch zusammen, immerhin seid ihr in eine europäische Stadt gelangt, hier sind normale Menschen, niemand wird euch beleidigen. Lebt also!“ Aber irgendwie ist es so, dass wir mit nichts als mit Donezk vereinbar sind..

Es ist schwer für Euch zu begreifen (und das ist gut, dass ihr nicht an unserer Stelle seid!), was wir durchmachen. Euch scheint es, als ob wir dumm und launisch sind. Aber nein, das sind wir nicht. Wir können wirklich nicht anders.

Wir sind entsetzt, weil wir auf nichts zurückblicken können

Seit diesem schrecklichen Halbjahr sind wir uns sogar nicht sicher, ob überhaupt etwas hinter uns liegt.

Um nur ein bisschen zu verstehen, was wir fühlen, stellt Euch ein Bild aus einem Horrorfilm vor. Da kommt ihr an einem normalen Tag wie üblich von der Arbeit nach Hause. Der Weg ist in allen Kleinigkeiten bekannt, die Ampeln an der Kreuzung, der bekannte Laden neben dem Haus, die Birke, die mit ihren Ästen das Fenster berührt. Ihr steigt die Treppe herauf auf euer Stockwerk und zählt fehlerlos die Stufen in der Dunkelheit des Eingangs, steckt den Schlüssel ins Schloss ohne hinzuschauen. Ihr öffnet die Tür — die eigene Tür– und hinter ihr stößt ihr auf eure Familie, und ihr begrüßt sie mit den Worten „Hallo, ich bin zuhause..“ Und sie schauen befremdet und sagen, dass sie euch nicht kennen. Anfangs denkt ihr, das sei ein dummer Scherz — Ihr sagt, das bin doch ich, einfach ich, was ist denn los mit Euch?“ Aber dann versteht ihr, dass es ernst ist. Die Welt hat sich verschoben, ist in den Himmel geflogen. Ihr erinnert Euch an das Haus als euer eigenes, diese Menschen als eure Familie , aber sie
halten euch für Fremde.

Ein ausgezeichnetes Sujet? Habt ihr schon mal so einen Film gesehen? Wir leben in ihm schon mehrere Monate. Wir leben immer noch in unserem Haus, wir denken, dass wir eine sonnenbeschienene Stadt hatten, den Lärm des Karnevals auf der Hauptstraße, der Park, der nach frischen Regen roch, der Boulevard, der wie ein Pfeil dahinflog. Aber eines Tages war alles nicht mehr. Wir erwachten unter Schüssen, sammelten unsere Sachen zusammen und fuhren weg „für 2 Wochen, bis es wieder still wird.“ Und wir leben in diesen „2 Wochen“ und können sie auf keine Weise beenden. Weil plötzlich klar wurde, dass die Stadt geblieben ist (von Schüssen zersiebt, aber doch im ganzen wie vorher), und die Büros stehen noch, und sogar der Boulevard fliegt genauso wie ein Pfeil dahin, aber uns kennt man dort nicht. uns Wir waren nicht dort, sagt man.

Das gehört euch alles nicht, ihr verdammten Faschisten

Wir blieben zwischen zwei Welten stecken. In der einen macht ihr uns mehr oder weniger Vorwürfe, dass wir der Ukraine den Krieg gebracht haben, und in der dortigen, –stellt euch vor! — wird uns, die wir weggegangen sind, der gleiche Vorwurf gemacht. Die einen, weil wir nicht rechtzeitig diejenigen gestoppt haben, die „in Russland sterben“ wollen, die anderen weil wir diesen Albtraum nicht mit ihnen teilen wollten. Ihre „Befreier“ schießen, aber sie beschuldigen uns, dass wir Beschützer erwarten.

Und wir wollen eigentlich nur so leben, dass unsere Kinder nicht vor Schüssen zittern müssen, dass wir Arbeit haben, die uns erlaubt, für unser Heimatland zu wirken, unsere Häuser ständig Gefahr laufen, zerstört zu werden und wir dabei in der Ukraine bleiben können. Wir haben uns für die Ukraine entschieden, aber es hat sich so ergeben, dass dies eine Fahrkarte in nur eine Richtung war. Die Ukraine hat uns nicht zurückgewiesen, aber aus irgendeinen Grund hat sie unser Haus aufgegeben.. Bankkonten geschlossen, Post eingestellt, Renten nicht mehr ausgezahlt….

Auch wir könnten es eigentlich aufgeben — wir sind ja nicht mehr dort. Wir können es aber nicht, weil dort noch unsere Alten lebem, unsere Häuser noch da sind, in denen immer noch die zurückgelassenen Uhren ticken, unsere Blumen, die von den Nachbarn gegossen werden. Und wir wollen so sehr dorthin zurückkehren, dass wir krankwerden und nicht gesunden können. Uns macht nicht ein ungewohntes Klima oder der Mangel an warmen Sachen zu schaffen. An uns nagt der Trübsinn, und bis wir nicht eine Fahrkarte nach Hause kaufen können, können wir nicht vollwertig leben. Aber viele werden sich sich niemals diese Fahrkarte kaufen können. Weil ihre Häuser bis zu den Fundamenten zerstört sind oder ausgeraubt bis zur letzten Kleinigkeit. Und eine Rückkehr einfach Selbstmord bedeuten würde.

Es ist uns peinlich, dass wir Donezker für Euch eine unerträgliche Bürde sind. Man kann uns eigentlich nicht aufgeben, weil der Edelmut es nicht zulässt, aber es ist auch schwer, mit uns zu leben. Wir werden tatsächlich noch lange ein ernstes Problem sein. Aber, wisst Ihr, wir sind nun endlich bereit, dieses Problem mit
euch zusammen zu lösen. Nachdem wir dieses halbe Jahr mit herausgerissenen Wurzeln gelebt haben, haben wir auch verstanden, was für unsere Nation das Wichtigste ist — die Achtung eines jeden ihrer Vertreter vor seinen Landsleuten. Uns ist bewusst geworden, dass dies das Wichtige ist, das diese Nation von vielen anderen unterscheidet. So lange es in der Ukraine Menschen gibt, die nicht die Türen zuschlagen vor den Flüchtlingen und für sie mehr tun als sie müssten und ihnen helfen in ein neues Leben hineinzukommen, wird das Land nicht untergehen, sogar nicht unter den Grad-Raketen des „älteren Bruders“ (Russland). Wir sehen, dass ihr euch Mühe gebt, und obwohl wir noch vorläufig im „Reich“ der Niedergeschlagenheit und Trauer bleiben, leben wir doch etwas auf, wenn ihr uns einfach hilfreich zur Seite steht.

Wir sind bereit zu arbeiten, bereit Schweres zu tragen, bereit nicht zu murren. Glaubt denen nicht, die sagen, dass wir gekommen sind um uns ins gemachte Nest zu setzen, weil das alle uns schulden. Die meisten von uns sind gekommen, um gemeinsam mit euch zu arbeiten. Und alles, was wir brauchen sind keine Versuche uns zu unterhalten sondern das aufrichtige Streben, uns anzunehmen. Wenn ihr euch von uns abwendet, ist die Ukraine verloren. Wenn man sich einmal abgewendet hat, ist es sehr leicht, hartherzig zu werden. Aber unser Land ist mit Hartherzigkeit unvereinbar. Es ist ein Muster an Großmutt, Vergebung und Güte.

Und obwohl es euch jetzt so vorkommt, als bettelten wir, ohne eure Liebe verdient zu haben ist das nicht so. Wenn Donezk wieder ukrainisch wird, werden wir die Schulden begleichen. Nachdem wir von eurer Vergebung und eurem Verständnis uns „sattgegessen haben“, erfüllt von Eurer Güte werden wir ein Teil dieser Nation, die –das haben wir schon verstanden– man kühn auch groß nennen kann. Wir haben das früher nicht gewusst. Aber jetzt werden wir Donezker die ersten sein, die dies der Welt erzählen wollen.

Wir bräuchten nur noch den Beweis, dass wir immer noch existieren.

Anna Chrypunkowa, Espresso TV

 

Анна ХРИПУНКОВА: Донецкие. Потерянный род

Нам неловко от того, что мы, донецкие, для вас снова – непосильная ноша. Вроде бы и отмахнуться от нас нельзя, потому что благородство не позволяет, но и жить с нами тяжело. Мы действительно еще очень долго будем серьезной проблемой. Но, знаете, мы готовы, наконец, решать ее вместе с вами.

«Донецким не беспокоить»

Так вы обычно говорите, когда мы, донецкие, хотим снять у вас квартиру. Вам не хочется сдавать нам жилье. Вы не очень рады давать нам работу, и некоторые резюме даже перестаете читать после строки «место проживания» или «опыт работы». Вам не нравятся наши машины в ваших дворах, мы плохо паркуемся, и вообще все с нами не так. Иногда вы даже на нас кричите.

Но мы не в обиде. Мы догадываемся, что вы обижены на нас за войну, в которой, как „вам кажется, виноваты именно мы. Нам больно это слышать, но мы редко вступаем в прения. Во-первых, потому, что войну мы не приводили и даже пытались выгнать, рискуя собственным здоровьем, а иногда и жизнью. А во-вторых, потому, что мы не можем себе позволить такой роскоши – спорить. Если мы раскричимся, мы рискуем не удержать остатки себя самих и развалиться окончательно.

Мы – донецкие, и мы действительно очень странные. Вам трудно поверить, но мы на самом деле сейчас больше напоминаем кукол, чем людей. Мы лишены самого ценного, что у нас было, и оттого мы с трудом признаем в своем отражении себя самих. У нас нет дома. Больше нет дома. Когда мы осознали это, в нас что-то подломилось, и оттого мы теперь часто бываем похожи на ходячие недоразумения. Где-то недослышали, где-то недопоняли, свернули не туда, нужной улицы не нашли. Мы часто болеем и осаждаем ваши больницы со своими жалобами. И вы нас лечите, а мы не лечимся, нас не берут лекарства, у нас медленно срастаются переломы, и все никак не проходит кашель. С нами трудно, но мы и сами не знаем, что нам теперь делать. Мы странные, потому что потерянные. В истории уже было потерянное поколение, но мы – не оно.

Мы хуже, мы – потерянный род.

Нет, у многих из нас уже есть новые дома, у многих сохранилось имущество… Видели бы вы, как мы рыдали над старыми куртками и брюками, которые приехали в скомканных посылках. В прошлой жизни мы, задрав нос, говорили, что больше одного сезона зимние куртки не носим, а в нашей новой жизни мы распаковываем их трясущимися руками и вдруг зарываемся в складки лицами. Наши вещи пахнут домом. Вы себе не представляете, что это значит – слышать аромат прошлого, которого больше нет.

Даже у тех, у кого все сложилось на новом месте, нет главного – основы. Нас вырвали с корнем из старой земли, а пересадить забыли. Мы, как цветы на продажу – выкопанные стебли с корешками, на которые налипли комья земли. Их обычно кладут в пакетик с водой и так и оставляют в ожидании нового владельца. Вот и нас поместили в стерильные пакетики и положили на прилавки. Только нас никто не купит. Мы плохо цветем и нигде не приживаемся. Нет, мы любим ваши Киевы, Днепропетровски и Львовы. Обожаем. Мы наслаждаемся их красотой. Мы благодарны вам за гостеприимство и заботу. Но остатки нашей прежней земли, налипшие на наши души, не дают нам возможности стать счастливыми на новом месте. Это многих раздражает, вы говорите нам: «Соберитесь, наконец, вы попали в европейский город, здесь нормальные люди, вас никто не обидит. Живите же!». Но как-то так вышло, что мы не совместимы ни с чем, кроме Донецка.

Вам тяжело понять (и это хорошо, что вы не можете оказаться на нашем месте!), что мы испытываем. Вам кажется, что мы глупим и капризничаем. Но нет. Мы действительно не можем преодолеть себя.

Нам страшно оттого, что некуда оглянуться.

Спустя эти страшные полгода, мы уже даже не уверены, было ли у нас за спиной хоть что-то.

Чтобы хоть немного понять, что мы чувствуем, представьте себе картинку из фильма ужасов. Вот вы в самый обычный день привычно возвращаетесь с работы домой. Изведанный до мелочей маршрут, светофоры наперечет, знакомый магазинчик у дома, береза, задевающая ветвями ваше окно. Вы поднимаетесь на свой этаж, в темноте подъезда безошибочно пересчитывая ступени, попадаете ключом в замочную скважину, не глядя… Вы открываете дверь – свою дверь, – и за ней вас встречают ваши родные, и вы говорите им: «Привет, я дома». А они смотрят отчужденно и говорят, что они вас не узнают. Вначале вы думаете, что это глупая шутка – мол, это же я, просто я, вы чего? Но потом вы понимаете, что это взаправду. Мир сместился, налетел на небесную ось. Вы помните этот дом своим, этих людей – своей семьей, а для них вы – чужой.

Отличный сюжет? Вы бы смотрели такой фильм? А мы в нем живем уже несколько месяцев. Мы еще живем своим домом, мы думали, что у нас был залитый солнцем город, грохот карнавала на центральной улице, пахнущий свежим дождем парк, летящий изумленной стрелой бульвар. Но в один день у нас всего этого не стало. Мы проснулись под выстрелы, собрали нехитрый скарб и уехали «на две недели, пока все не утихнет». И мы все проживаем эти «две недели», и все никак не можем их завершить. Потому что вдруг оказалось, что и город остался (изрешеченный выстрелами, но все же в целом прежний), и офисы стоят, и даже бульвар все так же летит стрелой, а нас там не узнают. Не было вас тут, говорят.

Это все не ваше, проклятые фашисты.

Мы остались между двух вселенных. В этой вы нет-нет, да упрекнете нас в том, что мы привели в Украину войну, и в той, представьте себе, нас, уехавших, упрекают в том же. То ли потому, что вовремя не остановили желающих «умереть в России», то ли потому, что не захотели делить с ними этот кошмар. Их «освободители» стреляют, а они винят нас в том, что мы ждем защитников.

А нам всего-то хотелось жить так, чтобы наши дети не вздрагивали от выстрелов, у нас самих была работа, которая позволяла бы нам работать на родную страну, дома не были под угрозой разрушения, и мы при этом оставались в Украине. Мы и выбрали Украину, но оказалось, что это билет в один конец. Украина нас не отвергла, но почему-то она в какой-то момент махнула рукой на наш дом. Банковские счета перекрыть, почту ликвидировать, пенсии не платить…

И мы бы вроде тоже могли махнуть рукой – нас-то там уже нет. А не можем, потому что там наши старики, там наши дома, в которых все так же тикают оставленные нами часы, там наши цветы, которые поливают соседи. И мы хотим туда вернуться так сильно, что болеем и никак не можем вылечиться. Нас съедает не непривычный климат и не недостаток теплых вещей. Нас съедает тоска, и пока мы не можем купить билет до дома, полноценно нам не жить. А многие не смогут купить этот билет никогда. Потому что у кого-то дома разрушены до основания, а у кого-то – ограблены до последней мелочи. И вернуться туда – означает просто себя убить.

Нам неловко от того, что мы, донецкие, для вас снова – непосильная ноша. Вроде бы и отмахнуться от нас нельзя, потому что благородство не позволяет, но и жить с нами тяжело. Мы действительно еще очень долго будем серьезной проблемой. Но, знаете, мы готовы, наконец, решать ее вместе с вами. Прожив эти полгода с вырванными корнями, мы поняли главное: мы не хотим, чтобы кто-то еще в Украине испытывал то же самое. Мы поняли также, что главное для нашей нации – уважение каждого ее представителя к своим землякам. Мы осознали, что это то важное, что отличает ее от многих других. Пока в Украине находятся люди, которые не захлопывают двери перед беженцами, делают для них больше, чем должны, и помогают им влиться в новую жизнь, стране не пропасть даже под градами от «старшего брата». Мы видим, что вы стараетесь, и хотя мы пока остаемся «территорией» уныния и горечи, мы немного оживаем, когда вы нам просто помогаете.

Мы готовы работать, готовы сносить тяготы, готовы не роптать. Не верьте тем, кто говорит, что мы приехали жить на всем готовом, потому что нам все должны. Большинство из нас приехало работать вместе с вами. И все, что нам нужно – это не попытки нас развлечь, а искреннее стремление нас принять. Если вы отвернетесь от нас сейчас, проиграет Украина. Отвернувшись единожды, очень легко очерстветь. А наша страна с черствостью несовместима. Она – образец великодушия, прощения и доброты.

И хотя вам сейчас кажется, что мы попрошайничаем, не заслуживая вашей любви, это не так. Когда Донецк снова станет украинским, мы вернем долги. Насытившись вашим прощением, «наевшись» понимания, наполнившись добром, мы будем частью нации, которую, как мы уже поняли, можно смело называть великой. Мы раньше этого не знали. Но теперь мы, донецкие, – будем первыми, кто захочет рассказать это миру.

Нам бы только получить доказательства, что мы все еще существуем.

Анна Хрипункова, Эспресо.ТВ

 

 

 

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