Trauermarsch in Kiew – anhaltende Kämpfe im Donbass

 

Tausende Telnehmer haben am Sonntag mit einem Trauermarsch an die Ereignisse des letzten Jahres sowie an den herrschenden Krieg im Donbass erinnert. An dem Marsch nahmen auch Ministrpräsident Arseni Jazenjuk und Präsident Petro Proroschenko teil. Letzterer betonte in einer Erklärung, dass man alles daran setze, den Donbass für die Ukraine wieder zu gewinnen. 
Ukrainisches Militär und Freiwilligenbataillone haben am Sonntag  Teile des Flughafens in Donezk zurückerorbert. Diesem kommt im Krieg eine symbolische Bedeutung zu. In den letzten Tagen hatte es erneut Tote und Verletzte, darunter auch Kinder, bei den Auseinandersetzungen mit den prorussischen Kräften gegeben. Beide Seiten beschuldigen sich der Provokation. Vor diesem Hintergrund sind neue Friedensverhandlungen kaum möglich. Vorgesehene Gespräche im belorussischen Minsk oder im kasachischen Astana wurden abgesagt.
Nach wie vor ist die Lage bei der Versorgung und im Gesundheitswesen im Donbass besonders dramatisch. Humanitäre Hilfe kommt angeblich im Donbass an, reicht jedoch bei Weitem nicht aus. Ob sich in den aus Russland im Rahmen der „humanitären Hilfe“ entsandten LKWs ausreichende Produkte zur Versorgung der Bevölkerung befinden, ist nach wie vor nicht nachweisbar. Grundsätzlich hat Russland nach wie vor an einer Destabilisierung der Ukraine ein großes Interesse und wirkt nicht nachdrücklich auf die prorussischen Kräfte ein. Berichte aus dem Donbass veranschaulichen dies.
Generell wirken Information und Propaganda fort, mit Wirkung auf Debatten in Deutschland. Diese entbehren oft und nach wie vor einer gesicherten Grundlage. Demgegenüber versucht ergänzend zu den „Ukraine-Analysen“ (vgl die letzte Ausgabe) beispielsweise die Zeitschrift „Osteuropa“, mit Fakten und Analysen von Fachleuten laufende Debatten zu versachlichen. Die neueste Nummer der Zeitschrift widmet sich mit einem Schwerpunkt dem Donbass: „Gefährliche Unschärfe. Russland, die Ukraine und der Krieg im Donbass.“
Auch in Sendungen des Deutschlandfunks wird etwa laufend und mit Einblicken in Situation und Entwicklung an Ort und Stelle über den Krieg berichtet.

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