Gefechte im Donbass halten an – Flucht nach Osten und Westen

 

Nach einer angebotenen Feuerpause seitens des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gehen die Kämpfe im Donbass weiter. Vor allem die Städte Luhansk und Donezk stehen im Mittelpunkt. Die auf Separation setzenden Gruppen haben sich in Donezk festgesetzt und schrecken vor einer Auseinandersetzung mit der ukrainischen Armee nicht zurück. Den Worten Poroschenkos und des Verteidigungsministers Valeri Heletej nach ist die ukrainische Armee nach wie vor entschlossen, Donezk und Luhansk zurück zu gewinnen.
Ein heute von Amnesty International vorgelegter Bericht über die Lage im Donbass sowie auf der Krym dokumentiert Entführung, Folter, Erpressung und Gewalt. Der eindrückliche Bericht belegt, dass Vermutungen über Menschenrechtsverletzungen keine Erfindung einer Propaganda sind bzw. waren, sondern bittere Realität.
Russland hat wegen des Vormarsches der ukrainsichen Armee auf Luhansk erneut zahlreiche Truppen an der Grenze zusammen gezogen. An dem Ziel, eigene Interessen in der Ukraine zu wahren, hält man fest. In Kürze soll in internationaler Runde erneut über die Lage in der Ukraine verhandelt werden.
Tausende Menschen sind auf der Flucht oder haben bereits ihre angestammten Wohnorte verlassen, und dies entweder nach Russland oder in die westlichen Gebiete der Ukraine. Von den über eine Million Einwohnern in Donezk haben mindestens 100.000 die Stadt verlassen, im russischen Rostow-am-Don steigt die Zahl der Flüchtlinge aus dem Donbass. Am Beispiel Luhansk ist heute erneut deutlich geworden, unter welchen Bedingungen die Bevölkerung ums Überleben fürchten muss. Schusswechsel und Aktionen werden mitten in Wohngebieten durchgeführt, ohne Rücksicht auf Verluste. Am Beispiel der von Separatisten befreiten Stadt Slowjansk lässt sich nachweisen, welche Folgen die Entwicklung für Menschen und Infrastruktur hat. Die meisten sind froh, überlebt zu haben.

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