500.000 Menschen in Kiew auf der Straße

Nach der gewaltsamen Auflösung der Demonstration für eine Unterzeichnung des EU-Ukraine Assoziierungsabkomens in der Nacht zum Samstag haben mehrere Regierungen, darunter auch die deutsche Bundesregierung die ukrainischen Botschafter zu sich einbestellt und den Gewalteinsatz verurteilt.

Am Sonntag, dem 1.12., versammelten sich ca. 500.000 Menschen aus allen Landesteilen auf den Straßen von Kiew. Trotz Verbot griff die Polizei diesmal nicht ein. Vor der Kiewer Stadtverwaltung und der Administration des Präsidenten, versuchten jedoch Nationalisten, Schlägereien mit der Polizei zu provozieren, was jedoch nach Intervention friedlicher Demonstranten nicht eskalierte. Jedoch wurden bei den Auseinandersetzungen einige Journalisten verletzt. Die Organisatoren der „Euromaidan“-Proteste fordern die Demonstranten immer wieder über die sozialen Netzwerke auf, friedlich zu bleiben. Die Führung der Oppositionsparteien hingegen macht einen unkoordinierten Eindruck.

Unterdessen haben einige Abgeordnete der Partei der Regionen aus der Umgebung des Oligarchen Dmytro Firtash erklärt, dass sie die Fraktion der Regierungspartei verlassen werden, so dass diese im Parlament nicht mehr über eine Mehrheit verfügen dürfte. Der Ausgang der Situation bleibt somit unbestimmt.

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