Jüdische Identitäten im kommunikativen Raum. Presse, Sprache und Theater in Czernowitz bis 1923

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Verlagstext:

Diese kommunikationshistorische Studie ist ein Beitrag zur jüdischen Presse und Geschichte im mittelosteuropäischen Raum zwischen den
1880er und 1920er Jahren. Neben einer grundlegenden Betrachtung des Czernowitzer Pressewesens, seiner Akteure und Rahmenbedingungen
stehen die eng damit verbundenen nationalen und kulturellen Emanzipationsprozesse innerhalb des Czernowitzer Judentums im Mittelpunkt der Untersuchung.

Im Vielvölkerland Bukowina bildeten die Juden in der Landeshauptstadt Czernowitz die Mehrheit. Trotz ihrer in weiten Teilen vorherrschenden
deutsch-akkulturierten Einstellung begannen sich bereits in der Habsburgermonarchie politische und kulturelle Konzepte zu entwickeln,
in denen Fragen der jüdischen Identität eine wichtige Rolle spielten. Der über Jahrzehnte im kommunikativen Raum der Presse und
Versammlungen geführte Diskurs bildete ein äußerst facettenreiches und heterogenes Judentum ab. Die mediale Widerspiegelung jüdischer
Identitäten nach der historischen Zeitenwende 1918/19, als sich im Spannungsfeld einer politischen und kulturellen Transformation auch
innerhalb des Judentums ein allgemeiner Einstellungswandel vollzog, wird exemplarisch anhand der Sprachen- und Theaterdebatten
untersucht. Neben der Presse stellen in jüngster Zeit wieder zugänglich gewordene Archivalien unterschiedlichster Art die wichtigsten Quellen der Studie dar.

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